Vom Architekten zum Designer
Köln [ENA] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es Architekten die gleichzeitig zu ihren Projekten auch als Gestalter das passende Interieur entwarfen, weil es zur damaligen Zeit nichts, ihrem Baustil entsprechendes, auf dem Markt gab. Doch die Zeiten ändern sich.
Heute kann man dagegen von einem Überangebot, künstlerisch gestalteter Möbel und Gebrauchsgegenstände sprechen, wie es das Museum für Angewandte Kunst Köln ( MAKK ), in einer Ausstellung mit dem Titel “Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel“ dokumentiert. Etwa um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts, etablierte sich mit dem Designer ein neues Metier, das sich von nun an, vom Berufsbild des „reinen“ Architekten unterschied. Allerdings entwerfen international bedeutende Architekten, auch heute noch ihr Wunschmobiliar selbst. Anders als Produktdesigner neigen Architekten dazu, ihren Entwürfen ein ästhetisches Leben einzuhauchen.
In seiner Ausstellung geht das MAKK nun der Frage nach, ob sich nach der Trennung der Berufsbilder, und des damit einhergehenden Stilwandels, selbst nach Jahrzehnten, typisch architektonische Gemeinsamkeiten erhalten haben. Gezeigt werden Architektenmöbel der letzten hundert Jahre. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich Entwürfe von Architekten deren Tätigkeit hauptsächlich auf das Konzipieren von Bauwerken gerichtet war, und nicht auf Architekten die sich in Ermangelung von Bauaufträgen ganz dem Design widmeten. Aus seinem reichen Bestand an eigenen Exponaten, kann das Museum ganze Zimmereinrichtungen so namhafter Architekten wie Alvar Aalto, Marcel Breuer und Mario Botta beisteuern.
Aber auch Stücke von Künstlern der zeitgenössischen Architekturszene sind zu bewundern: So zum Beispiel von Daniel Libeskind, Norman Foster und anderen international renommierten Architekten. Gezeigt werden Möbel und Gebrauchsgegenstände verschiedenartigster Formfindungen: Vom Futuristischen über das Funktionale bis hin zum Skulpturalen. Interessierten Besuchern der Ausstellung, die noch bis zum 22. April 2012 zu sehen ist, sei der begleitende, zweisprachige Katalog (deutsch/englisch) empfohlen.




















































