Freitag, 18.05.2012 12:00 Uhr

BFD – was steckt dahinter?

Verfasser: Dusko Sakic Berlin, 01.02.2012, 18:25 Uhr
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Berlin [ENA] BFD ist die Abkürzung für den Bundesfreiwilligendienst, der im Juli 2011 auf den Zivildienst gefolgt ist. Unternehmen die einen Bundesfreiwilligen beschäftigen, können in der sozialversicherungsrechtlichen Abwicklung auf gelernte Abläufe zurückgreifen: Denn der BFD gilt als Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Sinn und ist dem Auszubildenden weigehend gleichgestellt. Was bedeutet das?

Das heißt, Geringfügigkeit und Gleitzonenregel werden nicht angewendet. Die Freiwilligen erhalten für ihren Einsatz neben einem Taschengeld (die Höchstgrenze für das Taschengeld im BFD wird am dem 1. Januar 2012 auf 336 Euro pro Monat angehoben) grundsätzlich auch Unterkunft und Verpflegung, Arbeitskleidung und gegeben falls Fahrkostenerstattung. Die Bundesfreiwilligen haben einen Anspruch auf Kranken- und auch auf Mutterschaftsgeld. Im Krankheitsfall werden Taschengeld und Sachbezüge bis zur Dauer von sechs Wochen weitergezahlt. Außerdem besteht ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

Der Bund hat weiterhin sehr große Interesse dies Möglichkeit für die Leute noch mehr attraktiver zu machen - einen bundeseinheitlichen Freiwilligendienstausweises für alle BFD-ler herauszugeben. An sich sollte dieser BFD-Ausweis bereits Anfang 2012 zur Verfügung stehen. Da jedoch Produktion dieses Ausweises förmlich ausgeschrieben werden musste, wird es noch etwas dauern, bis der Freiwilligendienstausweis zur Verfügung steht. Die Einsatzmöglichkeit ist vielfältig. Hunderte von Einrichtungen bieten Stellen für den Bundesfreiwilligendienst an. Für viele Arbeitslose kann gerade der BFD (Bundesfreiwilligendienst) eine Chance sein, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

In Berlin liegt die Arbeitslosenquote weit über dem Bundesdurchschnitt (lt. offiziellen Statistik von Agentur für Arbeit – Stand Dezember 2011) – über 11,4 %. Zudem leben hier die meisten Hartz IV Bezieher Deutschlands. Auf jeden Fall ist für viele Leute immer noch lieber etwas ,,freiwillig“ zu machen als eine richtige Job zu suchen bzw. neue Arbeit aufzunehmen.

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