Freitag, 18.05.2012 12:35 Uhr

Lernen wir von Griechenland ?

Verfasser: Joachim Emmerich Frankfurt/M, 20.02.2012, 12:53 Uhr
Kommentar: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 3133x gelesen

Frankfurt/M [ENA] Normalerweise kann man ja auch von einem Unglück bei anderen etwas lernen. So könnte man ja, von dem Unglück Griechenland mal vorsichtig einige der verordneten Sparmaßnahmen auf Deutschland zu mentalen Übungszwecken übertragen. Die Preise werden nicht erhöht. Lt. Statistik in Deutschland. Klar – Statistik ist ja auch keine Wirklichkeit ?!. Wer ist wirklich nicht von Preiserhöhungen betroffen in Deutschland.

Gemüse bei manchen Sorten fast das Doppelte. Benzin, so teuer wie noch nie ( Die Energieabrechnung Rechnung für den Haushalt folgt ja erst nächstes Jahr ). Dafür sind aber Elektro- Spielsachen preiswerter. Wer kann sich denn noch von einem normalen Gehalt von ca EU 1.200 bis EUR 1.400 netto große Sprünge machen . Sich vielleicht sogar Eigenkapital für den Erwerb von Auto oder sogar Wohnung zurück legen. Wenn man nach Griechenland sieht, ist die Wirklichkeit doch besser als Statistik. Viele Geschäfte in den Innenstädten geben auf. Die Mieten in 1 a Lagen geben nach. Die Rechnungen für Heizöl bleiben unbezahlt.

Und hier in Deutschland soll das anders werden. Das ist doch wirklich nicht zu glauben. Jeder normale Bürger merkt doch, dass er sich weniger leisten kann. Sprich der Umsatz der Geschäfte sinkt. Wer sich die Statistik des Warenumschlages in Tonnen des Frankfurter Flughafens ansieht, weiß, dass weniger Umsatz auch weniger Erlös des produzierenden Gewerbes dahinter steht. Personaleinsparungen führen zu weniger Lohn für die Allgemeinheit. Der „Freigesetzte“ ist glücklich, wenigstens für weniger eine Arbeit zu haben. Das Gesetz dass es nur aufwärts gehen kann, wenn auch etwas umgesetzt wird, ist für jeden klar, auch wenn er nicht Wirtschaftswissenschaft studiert hat.

Mögen die älteren Bürger noch aus der Ersparten sich selbst und den Kindern finanziell zusteuern können. Die Jungen sind heute nicht mehr in der Lage eine evtl. spätere Rente anzusparen. Aber immer weiter wird ein Wechsel auf die nächsten Jahre gezogen. Jetzt bekommt Griechenland wieder einen neuen Kredit EUR 130.000.000,00. Kredite werden doch bei einer Bank dann gegeben, wenn jemand sein Spargeld dafür hinlegt. Nein das ist heute anders: Es wird mit dem guten Namen ( Deutschland ) bezahlt. Zur Zeit sind die Kredite so billig. Aber sind die Zinsen auch bis zum Ende ihrer Laufzeit so tief. Und dann... Auch ganz einfach, es gibt wieder einen Rettungsschirm. Alles geht einmal zu Boden, bis es bricht.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.